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Compliance in der Zeitwirtschaft: Die häufigsten Fehler

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Viele Compliance-Verstösse in der Zeitwirtschaft entstehen nicht aus Absicht, sondern aus Unwissen oder fehlender Übersicht. Diese Fehler sehen wir am häufigsten – und so vermeiden Sie sie.

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Compliance in der Zeitwirtschaft: Die häufigsten Fehler

Die Zeitwirtschaft ist ein sensibles Feld: Fehler fallen oft erst bei einer Prüfung oder im Streitfall auf und können dann teuer werden. Die gute Nachricht: Die häufigsten Fehler lassen sich mit klaren Prozessen vermeiden.

Fehler 1: Keine systematische Erfassung

Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (Beschluss vom 13.09.2022) sind Arbeitgeber zur systematischen Zeiterfassung verpflichtet. Wer sich weiterhin auf Vertrauensarbeitszeit ohne jede Aufzeichnung verlässt, bewegt sich auf unsicherem Terrain.

Fehler 2: Höchstarbeitszeiten überschritten

Die 10-Stunden-Grenze des § 3 ArbZG wird in Spitzenzeiten schnell gerissen – besonders, wenn Mehrarbeit nicht überwacht wird. Ohne automatische Prüfung bleibt das häufig unbemerkt.

Fehler 3: Ruhezeiten unterschritten

Die 11-stündige Ruhezeit nach § 5 ArbZG gerät vor allem bei kurzfristigen Umplanungen und Schichtwechseln unter Druck. Ein spät endender und früh beginnender Dienst ist ein klassischer Verstoss.

Fehler 4: Pausen nicht dokumentiert

Werden Pausen nach § 4 ArbZG nicht genommen oder nicht erfasst, fehlt im Zweifel der Nachweis der Einhaltung. Auch "durchgearbeitete" Pausen sind ein Risiko.

Fehler 5: Sonntagsausgleich vergessen

Wo Sonntagsarbeit zulässig ist (§ 10 ArbZG), wird der Ausgleich nach § 11 ArbZG häufig übersehen: Mindestens 15 Sonntage im Jahr müssen beschäftigungsfrei bleiben, und für jeden Arbeitssonntag ist ein Ersatzruhetag innerhalb von zwei Wochen fällig (acht Wochen bei Feiertagen).

Fehler 6: Aufzeichnungen nicht revisionssicher

Nachträglich veränderbare Tabellen ohne Änderungshistorie taugen im Prüfungsfall wenig. Erforderlich sind nachvollziehbare, gesicherte Aufzeichnungen.

RHYLOO prüft jede Buchung automatisch gegen diese Vorgaben, dokumentiert revisionssicher und macht drohende Verstösse sichtbar, bevor sie entstehen.

Hinweis: Dieser Beitrag bietet eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Massgeblich sind stets die aktuelle Gesetzeslage und Ihre betrieblichen Vereinbarungen.

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